Shop-Systeme im Vergleich

Shopify, Shopware und WooCommerce

Ein eigener Onlineshop hebt das eigene Business auf eine ganz neue Ebene. Durch die große Reichweite können neue Kundenkreise und auch neue Märkte erschlossen werden. Dadurch werden nicht nur Neukunden angesprochen, sondern auch Stammkunden haben ganz einfach außerhalb der Öffnungszeiten Zugriff auf das gesamte Produktportfolio.

Aktuell gibt es auf dem Markt eine Vielzahl an verschiedenen Shopsystemen und genau diese Flut macht es Unternehmen schwer, den passenden Anbieter zu finden. Wir stellen dir unsere drei meist verwendeten Systeme vor – Shopware, Shopify und WooCommerce.

Was ist ein Shopsystem?

Die Software, auf der der Online-Shop basiert, wird Shopsystem genannt. Es gibt zwei Möglichkeiten ein solches System aufzusetzen:

  1. Ein eigenes Shopsystem zu programmieren
  2. Auf handelsübliche Shopsysteme wie Shopware, Shopify oder WooCommerce zurückzugreifen

In einem Shopsystem werden häufig verschiedene Funktionen vereint. Dazu gehört in der Regel auch die Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem, welches dem Shopbetreiber eine dauerhafte Übersicht der Warenbestände liefert. Durch den Einsatz eines der oben genannten Shopsysteme können Produkte zielgruppengerecht am Markt platziert werden. Verschiedene integrierte Zahlungsarten und Schnittstellen zu Zahlungsdienstleistern wie z. B. PayPal, Amazon Payments, Stripe, etc. ermöglichen einen reibungslosen und unkomplizierten Verkaufsablauf.

5 Fragen, die du dir vor der Shopwahl stellen solltest

Jedes Shopsystem Skills, die du – wenn du sie kennst – für dich abwägen kannst. Beantworte deshalb zuerst einmal diese fünf Fragen für dich und behalte die Antworten im Hinterkopf, wenn wir dir gleich mehr über Shopify, Shopware und WooCommerce erzählen. 

  1. Wie groß ist das Produktportfolio, welches online verkauft werden soll? Um auch eine zukunftsorientierte Entscheidung zu treffen, sollten auch bereits geplante neue Produkte mit einbezogen werden.
  2. Nationaler oder internationaler Verkauf?
  3. Gibt es im Unternehmen Mitarbeiter, die IT-/Programmier-Kenntnisse besitzen?
  4. Ein schneller und einfacher Start oder lieber frei in der Entwicklung für spezielle Anforderung aber dafür aufwendiger?
  5. Wie hoch ist das verfügbare Budget für den Online-Shop und die zugehörigen Shop-Systeme? Es sollten sowohl einmalige als auch monatliche Gebühren berücksichtigt werden.

Du möchtest dich lieber direkt beraten lassen, als dich mit diesem Thema ausführlich auseinanderzusetzen? Dann kontaktiere uns gerne und wir stehen dir zur Seite.

Shopify – SCHNELL UND ANWENDERFREUNDLICH

Shopify wurde 2006 als ein cloudbasiertes System entwickelt, dass eine SAAS-Lösung (Software-as-a-Service) anbietet. Übersetzt bedeutet dieses, dass der Shop auf einem Server von Shopify gehostet wird und der Zugriff über den Webbrowser stattfindet.

Der Vorteil für den Nutzer ist, dass er mit wenigen Schritten ein Shop aufsetzen kann und somit ist dieses System extrem anwenderfreundlich entwickelt. Dank der Vielzahl an unterschiedlichen Vorlagen, kann der Onlineshop direkt an die Wünsche der Anwender angepasst werden. Zusätzlich bietet Shopify einen Marktplatz an, worüber der eigene Shop mit Apps erweitert werden kann. Aktuell stehen im Shop weit über 2.500 Apps und Schnittstellen zur Verfügung, die fast jeden Wunsch erfüllen kann. Darüber hinaus wird man von Shopify aus mit sämtlichen Marketingmaßnahmen unterstützt, um den einen Shop zum fliegen zu bringen.

Die All-in-One-Lösung bietet unterschiedliche Preismodelle an.

Basic

27 Monatlich
  • (2 % Transaktionsgebühr)

Shopify

74 Monatlich
  • (1 % Transaktionsgebühr)

Advanced

279 Monatlich
  • (0,5 % Transaktionsgebühr)

Alle Infos findest du unter https://www.shopify.de/preise

Fazit Shopify:
Shopify ist eine großartige Lösung für Unternehmen, die schnell und einfach einen Shop aufzubauen wollen und wenig IT-Kenntnisse mitbringen wollen bzw. keine Ressourcen dafür zur Verfügung haben. Zudem lassen sich Templates mit HTML- und CSS-Kenntnissen leicht anpassen. Sodass auch hier sehr viel verändern und den Shop für sich maßgeschneidert gestalten.

Shopware – programmIERkenntnisse notwendig

Shopware ist im Gegensatz zu Shopify ein deutsches Produkt und kann sich in der DACH-Region als Nr. 1 unter den Shopsystemen profilieren. Dieses System ist Experte im on-premise-Bereich. Für den Nutzer ist dieses insofern von Bedeutung, da die Software auf einem eigenen oder gemieteten Server betrieben werden kann.

Die Gestaltungsmöglichkeiten bei Shopware sind im Front- und Backend individuell anpassbar, allerdings ist ein technisches Verständnis dringend notwendig und der Aufbau setzt Programmierkenntnisse voraus, sofern der Shop selbst gehostet wird und individuell angepasst werden soll. Seit Mitte 2020 gibt es auch die Möglichkeit den Shop als eine cloudbasierte Lösung zu betreiben. Die Basis für dieses Modell bildet Shopware 6 und zielt auf kleine bis mittelständische Unternehmen ab.

Preislich bietet Shopware drei unterschiedliche Modelle an: 

Starter Edition

kostenlos Monatlich
  • Kein Herstellersupport

Professional Edition

ab 199€ Monatlich
  • oder einmalig 2.494 €
    inkl. 24 Monate Herstellersupport

Enterprise Edition

ab 2495€ Monatlich
  • oder einmalig 39.995 €

Alle Infos findest du unter https://www.shopify.de/preise

Zu diesen „Grundkosten“ kommen noch Kosten für Einrichtungen und Abstimmungen hinzu, wie z. B. die Einrichtung der Software und die Anbindung der Schnittstellen. Anschließend müssen Produkte erstellt, Unternehmensinformationen eingeben und Zahlungs- und Versandmethoden konfigurieren werden. Ein weiterer großer Kostenfaktor ist die Gestaltung des eigenen Shops. Hier kannst du entweder ein vorgefertigtes Standard-Template wählen bzw. kaufst dir ein Template im Store, welches sehr gut zu deinem Unternehmen passt oder du entscheide dich für ein komplett personalisiertes Design. Auch Shopware bietet zu den Zahlreichen Designs im Shop auch eine Vielzahl an Plugins, die teils kostenlos, teils kostenpflichtig sind. So bleibt kein Wunsch offen und kann ggf. durch eine Plugins nach belieben erweitert werden.

Fazit Shopware:
Shopware hat also eine breite Zielgruppe, richtet sich aber eher an professionelle Shopbetreiber, die die IT-Ressourcen zur Verfügung stellen, den Shop in der eigenen Hand wissen und sehr individuelle Anpassungen vornehmen möchten. Einsteiger, die mit der Thematik völlig unerfahren sind, könnten zunächst überfordert sein.

Schon gewusst?

Wir sind Partner von Shopware und programmieren für dieses Shopsystem Plugins ganz nach den Wünschen unserer Kunden. 

WooCommerce – für digitale oder on-demand Produkte

Bei WooCommerce handelt es sich nicht direkt um ein Shopsystem, sondern vielmehr um ein Plugin für WordPress, das seit 2011 verfügbar ist. Mit Hilfe von Plugins wird aus einer bestehenden WordPress-Seite ein voll ausgestatteter Online-Shop.

Der Fokus liegt auf Unternehmen, deren Produkte nicht physikalischer Natur sind oder On-Demand produziert werden (digitale Produkte, Fertigung bei Bestellung, etc.). Darüber hinaus lassen sich bspw. die Produktseiten sehr individuell und leicht gestalten, da hier sämtliche Vorteile eines Blog-Systems zu tragen kommen. So können die Produkte ähnlich wie ein Blogbeitrag bearbeitet und diverse Felder hinzugefügt bzw. verschoben werden. Durch passende Tools wie Elementor geht dies sehr leicht und kann im späteren Projektverlauf vom Kunden direkt übernommen werden.

An und für sich entstehen für die Lizenz von WooCommerce im ersten Schritt keine Kosten. Es handelt sich um ein kostenfreies Open-Source System. Allerdings ist die Lizenz nicht der einzige zu beachtende Aspekt.

Um WooCommerce zu nutzen, wird eine WordPress Seite benötigt, die Kosten für die URL und das Hosting mit sich bringt. Außerdem gibt es neben den kostenlosen Themes auch kostenpflichtige Designs und Plugins (Germanized, Paket-Tracking-Tools wie Sendcloud, etc.).

Fazit WooCommerce:
WooCommerce richtet sich an kleine bis mittelständische Unternehmen, deren Fokus auf einer individuellen Website, inkl. Blog und Shopsystem liegen und nicht physikalische bzw. On-Demand Produkte vertreiben. Das Potenzial des Open-Source Systems lässt kaum Raum für Wünsche offen, erfordert aber ein sehr gutes technisches Know-How und WordPress-Kenntnisse.

WELCHES SHOPSYSTEM DU JETZT WÄHLEN SOLLTEST?

Jedes Shopsystem hat seine ganz eigenen Skills. Eine pauschale Empfehlung lässt sich nicht aussprechen, da es wichtig ist, das Gesamtkonstrukt aus Produkt, Budget, technisches Know-How, etc. zu betrachten. 

Für welches Ladensystem sich du dich letztendlich entscheiden solltest, hängt letztendlich von den eigenen Fähigkeiten, Ressourcen und persönlichen Voraussetzungen ab. Aber zum Glück gibt es ja uns! Wir beraten dich gern und suchen das besten Shopsystem für dein Produkt aus.  

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